Coding-Girls beim Prothesenhersteller „Vincent Systems“

Mit Beginn der Herbstferien haben sich am Freitagnachmittag neun neugierige Schülerinnen auf den Weg nach Beiertheim gemacht. Begleitet von Sonja Lambrecht von der Karlsruher Technik-Initiative und Mechthild Gauly, Leiterin der Coding-AG an der Rennbuckel Realschule haben sie viele spannende technische Details rund um Handprothesen kennengelernt. Bei Vincent Systems durften die Mädchen Handprothesen ausprobieren und dabei mithilfe eines Tablets üben, wie zahlreiche verschiedene Griffe eingestellt werden können. In der Produktion lief der 3D-Drucker und es konnte einem Monteur über die Schulter geschaut werden. Am Arbeitsplatz der Textilingenieurin lagen zahlreiche Kosmetikhandschuhe in verschiedenen Hautfaben, die über die Prothesenhände gezogen werden können. Die Programmierer tüftelten gerade über C++ für neue Funktionen. Und im Besprechungsraum konnten die Mädchen neben jeder Menge Schokolade und Obst eine tolle Präsentation von zwei Werkstudentinnen genießen. Unter anderem wurde ihnen erklärt, dass über Elektroden am Unterarm die Öffnen- und Schließen-Signale über Muskelbewegungen aufgenommen und dann über Bluetooth an den Mini-Controller in der Prothese übertragen werden.

Dr. Stefan Schulz, Geschäftsführer von Vincent Systems, hat die Mädchen sogar persönlich begrüßt. Sie haben erfahren, wie viel Kontakt zu Patientinnen und Patienten sowie zu Orthopädietechnikern er in seinem Beruf hat und wie erfüllend es ist, mit der Weiterentwicklung von Prothesen Menschen zu helfen. Bei ihm sind qualifizierte Absolventinnen der Studiengänge oder Ausbildungen im Bereich Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik sowie Orthopädietechnik herzlich willkommen.

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